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Helferportraits

Wir suchen Helferportraits! Sind Sie ein engagierter Ehrenamtler? Kennen Sie jemanden, der ein "Vorzeigeexemplar" ist? Schreiben Sie uns! Unter ehrenamt[at]drksachsen[dot]de können Sie uns Ihre Geschichten zusenden.

Das Deutsche Rote Kreuz hilft jedem, der Hilfe benötigt – und jeder kann helfen! So unterschiedlich die Aufgaben, so unterschiedlich sind auch unsere aktiven Helferinnen und Helfer und ihre Geschichten. Hier möchten wir Ihnen ehrenamtliche Rotkreuzler, ihre Projekte und ganz persönlichen Erlebnisse vorstellen. Finden Sie heraus, was das DRK-Ehrenamt so einzigartig macht – unsere Aktiven verraten es Ihnen gerne!

Anne Siebert – Wasserretterin aus Leidenschaft und unermüdliche Helferin während der Flüchtlingsherausforderung 2015

Anne Siebert ist 23, stammt aus Jena und studiert Fahrzeugbau an der TU Bergakademie Freiberg. Seit ihrer Jugend ist sie mit der DRK-Wasserwacht verbunden, wo sie sich bis heute regelmäßig als Rettungsschwimmerin und Sanitätshelferin ehrenamtlich engagiert. "Infiziert“ mit dem „Helfervirus“ wurde sie von Ihrem Vater, einem früheren Rettungsschwimmer. Das Thema Helfen liegt ihr: „Das erfüllt einen, anderen Leuten zu helfen, gibt ein gutes Gefühl“. Ihr Freund, ebenfalls ein aktiver Rettungsschwimmer, arbeitet beim DRK Landesverband Sachsen. Als im Sommer 2015 die Flüchtlingszahlen in Deutschland rasant ansteigen, ist das DRK mit seinem großen ehrenamtlichen Potential der Rettungsschirm für Sachsen. Das DRK spielt seine Stärke aus, Haupt- und Ehrenamt rücken eng zusammen. Für Anne, die zu der Zeit gerade Semesterferien hat, ist sofort klar: sie muss helfen! Und Anne hilft – Tag und Nacht! In der Flüchtlingshilfe des DRK in Dresden ist Anne deshalb von Beginn an dabei. Sie schiebt Schichten im Führungs- und Lagezentrum des DRK. Bald zieht es sie in die Erstaufnahmeeinrichtungen. Im Zeltcamp auf der Bremer Straße kümmert sie sich zeitweise um Logistik für fast 1.500 Menschen in der Notunterkunft: Essen und Trinken, Handwerker und eben die vielen kleinen Dinge des täglichen Bedarfs. Nach einigen Wochen werden die ehrenamtlichen Helfer durch Festangestellte Kräfte ersetzt. Anne kehrte zu Ihrem Studium zurück. Doch eines ist klar: Wenn Sie gebraucht wird, ist Anne Siebert zur Stelle!

Peter Seifert - seit 36 Jahren mit vollem Einsatz beim DRK. Während der Flüchtlingsherausforderung 2016 zeigte er sein Organisationstalent.

Peter Seifert, 52, ist seit 36 Jahren mit vollem Einsatz beim DRK. Er arbeitet hauptamtlich beim DRK KV Pirna als Rettungsassistent und ist ehrenamtlich als Kreisbereitschaftsleiter tätig. Peter Seifert ist DRKler aus Leidenschaft! 2015 wird er gefragt, ob er den medizinischen Bereich bei der Einrichtung der Flüchtlingsunterkunft in einem ehemaligen Baumarkt in Heidenau leiten soll, überlegt er nicht lange. Hier kann er sein Organisationstalent ausleben - pragmatisch und wenn nötig, auch improvisierend. Auf jeden Fall nach dem Maß der Notwendigkeit entscheidend. Peter Seifert arbeitet an den hektischsten Tagen im Herbst 2015 bis zu 52 Stunden am Stück. Aus eigenem Antrieb, weil er gebraucht wird.

Das DRK ist für Peter Seifert Familie und seine eigene Familie ist ebenso Teil des DRK. Seine große Tochter schon mit ihm Nachtschicht in der Notunterkunft. Seine kleine Tochter ging mit seiner Frau zum Helfen in die Kleiderkammer des DRK Pirna. Wir können uns sicher sein, dass Peter Seifert seinen Töchtern das DRK-Gen vererbt hat!

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Robert Preße ist 26 und seit 2013 Kreisjugendleiter des Jugendrotkreuz Dresden.

Andreas Geuther und Nachwuchs-Helfer Daniel
Foto: DRK

Ich sehe mich selbst in einer sinnvollen Funktion bei der ich in meiner Freizeit einen Beitrag zur Gesellschaft leisten kann. Für mich selbst ist es außerdem ein vergleichsweise einfacher Einstieg in vorher völlig unbekannte Aufgabengebiete und Strukturen. Dabei lerne schon sehr früh Dinge, die mir im Leben eines normalen Biologiestudenten kaum zugänglich gewesen wären. Beispielsweise Personalführung und Konfliktlösung oder auch (als notwendiges Übel) buchhalterische Aufgaben.

Das Ehrenamt bringt mich mit Menschen verschiedenster Altersstufen zusammen. Besonders motiviert mich dabei die Arbeit mit jungen Menschen, die sich noch ganz vorurteilsfrei für verschiedenste Themengebiete öffnen. Das bietet dann einen differenzierten Blick auf unsere Gesellschaft und unser Leben, die Natur und Umwelt, das soziale Engagement oder das Toleranz- und Demokratiebewusstsein. Ich mag weiterhin das problemlösungsorientierte Arbeiten und die Zusammenarbeit mit anderen Funktionsträgern, beispielsweise aus der Politik, aus anderen DRK-Gemeinschaften oder anderen Verbände und Firmen. Die „Richtlinienkompetenz“ im Amt eines Gemeinschaftsleiters bietet mir auch den notwendigen Gestaltungsspielraum um eigene Vorstellungen und Ansätze kreativ umsetzen zu können.

Ich höre oft, dass Menschen sich nicht vorstellen können, eine ehrenamtliche Arbeit zu leisten. Vermutlich werden sie es aufgrund dieser Einstellung auch nie versuchen. Ich rate allen, die in ihrem Leben nach einer zusätzlichen Beschäftigung, einer sinnvollen Aufgabe oder einfach nur nach Abwechslung suchen, einfach den Schritt ins Ehrenamt zu wagen. Man hat kaum etwas zu verlieren, dafür jedoch ganz viel zu gewinnen. Vielleicht sind auch zwei oder drei Versuche nötig, um die richtige Aufgabe zu finden. Zu spät ist es jedoch nie dafür!

Steffen Held - stellt während der Flut 2013 den ehrenamtlichen Einsatz für Andere über das eigene Wohl

Juni 2013. Sachsen versinkt im Hochwasser. Auch das Zuhause von Steffen Helds in Klosterburg bei Leisnig ist betroffen. Dennoch hilft er seit Tagen unermüdlich anderen Hochwasseropfern. Er organisiert, als Leiter des Kreisauskunftsbüros in Döbeln, die Bearbeitung der Suchanfragen und Meldungen von vermissten Personen im Hochwassergebiet. Sein Zuhause sieht er in dieser Zeit nur selten, denn selbst die Nächte verbringt er in Rufbereitschaft auf dem Feldbett in der Einsatzzentrale. Hauptberuflich ist er Mitarbeiter des Fahrdienstes des DRK Kreisverbandes Döbeln-Hainichen. Steffen Held, der sonst Patienten fährt, hilft anderen, obwohl er selbst betroffen ist. Die Zusatzausbildung, um in einem Kreisauskunftsbüro arbeiten zu können, hat Steffen Held zwei Jahre zuvor absolviert. „Da wir hier im Überflutungsgebiet sind, habe ich das für wichtig gehalten. Ich hätte aber nicht gedacht, dass mein erster Einsatz so schnell kommen würde“, sagt der 30-Jährige. Nachdem Steffen Held die Arbeit während der kritischen Krisenphase beendet hat, geht die Arbeit zu Hause weiter. Er bleibt dabei bescheiden und unaufgeregt. Genauso hat er auch nach der Naturkatastrohe seine ehrenamtliche Arbeit fortgesetzt und tut es weiterhin - mit großem Engagement.

Helferporträts aus dem Kreisverband Dresden-Land e.V.