Sie sind hier: Das sind wir / Die DRK Gemeinschaften / Bereitschaften / Kreisauskunftsbüros
Jetzt online spenden!

Spendenkonto

Commerzbank AG Dresden
IBAN: DE80 8508 0000 0520 1500 00
BIC: DRESDEFF850

Spenderservice-Tel.

0351 4678 - 215
(Festnetz: Übliche Festnetzpreise, Mobilfunkhöchstpreis: max. 42 ct/min.)
Petra Mustermann

Referent Suchdienst/
Landesauskunftsbüro

Sebastian Goll

Tel.: 0351 4678-130
Fax: 0351 4678-222
s.goll[at]drksachsen[dot]de

Kreisauskunftsbüros - der Suchdienst im Krisenfall

Kommt es zu einer Katastrophe, einem Großunfall so haben Menschen verständlicherweise den dringenden Wunsch zu erfahren, ob Angehörige betroffen sind bzw. wo sie sich gerade aufhalten. Vor Ort befindliche Helfer werden oft mit Fragen bestürmt, die sie erstens nicht beantworten können und die sie zweitens bei ihrer Arbeit behindern. Eine Suche auf eigene Faust würde die Lage im Schadensgebiet noch unübersichtlicher machen. Diese Aufgabe übernimmt das DRK für die Angehörigen mit seinen Personenauskunftsstellen, den sogenannten Kreisauskunftsbüros (KAB).

Das DRK ist in Deutschland in allen Bundesländern, außer Berlin, durch die staatlichen Behörden mit dem Personenauskunftswesen beauftragt. Die Basisarbeit leisten die Kreisauskunftsbüros (KAB). In Sachsen sind gegenwärtig 29 KAB´s einsatzbereit, in denen insgesamt ca. 350 ehrenamtliche Helfer mitarbeiten. Damit kann jedem sächsischen Landkreis die Leistung mindestens eines KAB garantiert werden.

Die „Stunde“ der KAB

Im Katastrophen- bzw. Großschadensfall kümmern sich zuerst der Rettungs- und Sanitätsdienst sowie der Betreuungsdienst um die Betroffenen. Jede Hilfeleistung der Fachdienste, wie die medizinische Versorgung oder die Aufnahme in ein Krankenhaus oder eine Notunterkunft, ist mit einer korrekten Registrierung der Betroffenen verbunden. Auf dem Registriervordruck werden neben den Personalien auch der Fundort sowie der geplante Verbleib festgehalten. Die Registierungnen werden so schnell wie möglich an die Personenauskunftsstelle weitergegeben.

Jetzt schlägt die Stunde der KAB! In dieser zentralen Auskunftsstelle, meist mit Sitz in einer Kreisgeschäftsstelle, kommen alle Registrierungen zusammen. Das KAB nimmt anderseits persönlich oder telefonisch Suchanträge nach Personen an. Sowohl Meldungen als auch Anfragen werden gesammelt, sytematisiert und eingeordnet. Kommt es aufgrund des vom Suchdienst entwickelten Karteibegegnungsverfahrens zum Zusammentreffen einer Suchanfrage und einer Meldung, kann dem dem Suchenden Auskunft erteilt werden, wo sich die gesuchte Person nach letztem Informationsstand befindet. Dabei arbeitet das KAB mit der DRK-eigenen internetgestützten Software Xenios und im Notfall, sollte die Elektronik versagen, mit dem Karteikartenverfahren.

Da das KAB auch alle im Einsatz befindlichen Helfer registriert, liefert es ebenso wichtige Informationen über den Verbleib der Einsatzkräfte, welche für die Führung der Lagezentren unerlässlich sind.

Hintergrundwissen KAB

Übung bringt Sicherheit: Landesübung "Herbstlaub" 11/2014 im Führungs- & Lagezetrum des Landesverbandes.

Gemäß der Ordnung der Bereitschaften werden „die Aufgaben des Suchdienstes im Auskunftswesen bei Konflikten und Katastrophen […] durch das KAB als Fachdienst Suchdienst innerhalb der Bereitschaften wahrgenommen.“ Das KAB hat in der Regel seinen Sitz bei einem DRK-Kreisverband. So wie mehrere DRK-Kreisverbände, kann es auch mehrere KAB´s in einem Landkreis geben. Diese können u.U. vernetzt, als ein gemeinsames KAB arbeiten. Nötig wird dies z.B., wenn die Funktionalität der Personenauskunftsstelle über einen längeren Zeitraum gewährleistet werden muss. Hier können sich die KAB aufgrund der bundesweit einheitlichen Arbeitsverfahren unproblematisch unterstützen. Nach Abstimmung mit dem beauftragten KAB können andere KAB Außenstellen bilden, die dezentral Suchanträge und die Daten in die zentrale XENIOS-Datenbank eingeben. Weiterhin ist es möglich, dass im Katastrophenfall das KAB als Auskunftsstelle räumlich ausgelagert ist, um in der Nähe des Schadensgebietes zu sein.

Das Minimum an Personalstärke eines KAB beträgt im Idealfall 20 Helferinnen und Helfer inklusive einem Leiter und dessen Stellvertreter. In der Realität haben die KAB jedoch mit Nachwuchssorgen zu kämpfen. In Ausnahmefällen und bei ausreichend Personalbestand können KAB-Mitarbeiter auch zur Registrierung vor Ort (z.B. Notunterkunft) und zur Abholung der Registrierunterlagen eingesetzt werden.

das ehrenamtliche „Kind“ des Suchdienstes

1966 wurde der staatliche Auftrag Suchdienst um den Punkt „Amtliches Auskunftsbüro“ erweitert. Das Amtliche Auskunftsbüro erfüllt die Aufgabe die Nationale Auskunftsstelle vorzubereiten, zu planen und im Kriegsfall einzurichten. Um die Strukturen des Amtlichen Auskunftsbüros auch in Friedenszeiten sinnvoll nutzen zu können, wurde dem Suchdienst durch die DRK-Bundesversammlung auch die Wahrnehmung des Auskunftswesens bei Katastrophen und großen Schadensereignissen übertragen. Gemäß seiner föderalen Struktur wurde das AAB auf allen Verbandsebenen organisatorisch verankert.
Heute steht mit der Direktion Amtliches Auskunftsbüro (D/AAB) auf Bundesverbandebene, 19 Landesauskunftsbüros (LAB) und etwa 390 Kreisauskunftsbüros (KAB) mit ca. 4.700 ausgebildeten, meist ehrenamtlichen Helfern eine flächendeckende und gut funktionierende Organisation zur Verfügung. 

Interessant und vielfältig – Mitmachen erwünscht!

Die Arbeit im Kreisauskunftsbüro hat einerseits mit dem Umgang sensibler personen-bezogener Daten auf Karteikarten und in Datensätzen zu tun und andererseits im Umgang mit oft traumatisierten Menschen. Diese Spannweite macht die Mitarbeit ebenso interessant wie herausfordernd. Sorgfalt ist dabei genauso gefragt, wie Einfühlungsver-mögen. Die Aufgabe steht und fällt mit der Kompetenz und dem Engagement der Mitarbeiter. Auch die Arbeit im KAB ist auf die Hilfe für Menschen gerichtet und somit ein wesentlicher Baustein im DRK-Hilfeleistungs-system und seiner Mitwirkung im Zivil- und Katastrophenschutz. Die Arbeit ist dabei so vielfältig, dass sie nur arbeitsteilig bewältigt werden kann. Deshalb sind die KAB beständig auf der Suche nach neuen engagierten Kameradinnen und Kameraden, die ehrenamtliche eine dieser Aufgaben übernehmen möchten. Bei Interessenten können sich an ihren ortsansässigen Kreisverband wenden: zum Formular