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Großeinsatz für DRK nach Bombenfund in Heidenau

Der Fund einer eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg am Abend des 13. November im Zentrum von Heidenau, verlangte eine großangelegte Evakuierung. Das DRK stellte rund 100 von 180 Einsatzkräften!

Gegen 19:20 erfolgte die Alarmierung von DRK Schnelleinsatzgruppen (SEG) Sanität und SEG Betreuung aus den Kreisverbänden Dippoldiswalde (30 Einsatzkräfte), Freital (40 Einsatzkräfte). Die 20 Einsatzkräfte aus dem Kreisverband Pirna unterstützten die Aktion u.a. mit der Installation eines Kreisauskunftsbüros. Auch 12 Einsatzkräfte aus dem Kreisverband Sebnitz eilten hinzu, und übernahmen u.a. Transportmaßnahmen. Daneben wurden auch Kräfte der Feuerwehr und des ASB sowie der Johanniter hinzugezogen.

Mehr als 4.000 Menschen mussten bis 22:00 ihre Häuser verlassen. Für die Einsatzkräfte stand der Auftrag, an der Grundschule Dohna eine Notunterkunft für 200 Betroffene einzurichten. Parallel wurden mittels drei Krankentransportwagen Patienten aus Pflegeheimen, einem Betreuten-Wohnen und Patienten aus Wohnungen, die diese nicht allein verlassen konnten, in die Notunterkunft transportiert. Die Notunterkunft wurde zunächst in der Turnhalle der Schule eingerichtet. Als später Patienten mit Pflegebetten ebenfalls zur Notunterkunft gebracht werden mussten, wurde für sie in der Schule ein separater Bereich eingerichtet. Die Kameradinnen und Kameraden sorgten für die medizinische Betreuung der pflegebedürftigen Patienten.

Aufgrund der Vielzahl Betroffener, die in einem Umkreis von 650 Metern ihre Wohnungen verlassen mussten, wurde im Schulzentrum des Heidenauer Ortsteils Mügeln eine weitere Notunterkunft eingerichtet. Hier bestand nochmals eine Kapazität für rund 150 Menschen. Vor allem die Räumung der Senioreneinrichtungen nahm viel Zeit in Anspruch, deshalb wurde die Evakuierungszeit bis nach 1 Uhr nachts verlängert. 74 Bewohner, zum Teil auch bettlägerige aus der Intensivpflege, wurden in Sicherheit gebracht. Zum Teil wurden Betroffene auch in die Bavaria-Klinik verbracht.

Um kurz nach 3:00 Uhr, nach Entschärfung der 250kg-Bombe, konnten die Betroffenen in ihre Wohnungen zurückgebracht und die Notunterkünfte zurückgebaut werden. Gegen 5:00 Uhr in der Früh war der Einsatz beendet.

Wir danken allen Kameradinnen und Kameraden für ihren nächtlichen Einsatz! Dank gilt auch den Kameraden der beteiligten Hilfsorganisationen, Feuerwehren und Polizei für die gute Zusammenarbeit. Dank geht an alle Arbeitgeber, die den nächtlichen Einsatz ihrer ehrenamtlich aktiven Mitarbeiter durch eine Freistellung im eigentlichen Tätigkeitsfeld unterstützt haben! Leider keine Selbstverständlichkeit für die Ehrenamtlichen der Hilfsorganisationen.

14. November 2017 16:20 Uhr. Alter: 4 Tage